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Inhaltsverzeichnis

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"Erfolgsmodel Maria" von Philipp Rosenthal   
August Warnecke – nordisch, friesisch, gut
Der brave Soldat Schwejk
Betty Boop
Hahn und Henne
Popeye und Olive Oyl

»Ha Ha Ha! Boom! Boom!«
V & B - 267 Jahre Porzellantradition
Die »Langhälse« von Sagaform
Zu Besuch im »Gladstone Pottery Museum«
Ein hässliches Entlein verwandelt sich ...
Ausstellungs-EB »Festival of Britain-1951«
Eierbecher auch bei Deruta-Keramik beliebt
Kelchform - interessante Motive

Becherform - interessante Dekore
Die WELTmeister

"McEgg" der WMF erneut abgekupfert
DDR-Design dem Vergessen entreißen
Plaste
Eierbecher aus Plaste in der DDR
Der Herr der Dinge stellt vor

3 X 4 = 12 - Teebox als Vitrine
Kantinengeschirr im "Dritten Reich"
Die Eierbecher mit dem dicken Bauch
Sue Whimster – Londons Kreativwerkstatt
Wer fleißig klebt kommt auch ans Ziel
Kahla-Kindermotive
Grabenkunst
Maria Theresia - Die Königin der Eierbecher
Sarah Kay-Valentine-Kollektion
Speedy & Friends-Kollektion
Die Milka-Kollektion
Hutschenreuther Monats-Eierbecher

 

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"Erfolgsmodel Maria" von Philipp Rosenthal                                               Englisch  

Seit 1914 produziert die Manufaktur Rosenthal das "Erfolgsmodel Maria", zwischenzeitlich in zwei Formen und mit über 50 verschiedenen Dekoren. Ursprünglich war der bekannte Eierbecher 7 cm hoch und hatte einen Stand vom 10 mm. Später setzte sich das 6 cm hohe Model mit einem 5 mm hohem Stand durch.
1879 ging es los mit der "Geschichte der Manufaktur Rosenthal". Der zu der Zeit schon erfolgreiche Porzellanmaler Philipp Rosenthal pachtete das markgräfliche Schloss Erkersreuth bei Selb in Oberfranken (heute Bayern in Deutschland) und gründete dort seine eigene Porzellanmalerei. Schon 10 Jahre später siedelte er nach Selb um und begann dort auch mit der Porzellenproduktion. Im Laufe der folgenden Jahre wurde das Unternehmen Rosenthal so mächtig das es in der Lage war andere, teilweise auch sehr bekannte Porzellanmanufakturen aufkaufte und zum Teil deren bekannten Marken weiter führte. So gehört heute die Porzellanfabrik Thomas und die Marke
Zeidler, ebenso zum Rosenthalkonzern wie Waldershof und Hutschenreuther. Rosenthal selber wurde seit 1997 durch Aktienmehrheit von der irischen Waterford Wedgewood plc. gehalten. Deren Nachfolgegesellschaft verkaufte 2009 den Geschäftsbereich Rosenthal an den italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno.


Dekor Sommerstrauß, 5 mm Stand, 6 cm hoch
 

      
frühere Form mit 10 mm Stand                   spätere Form mit 5 mm Stand* 


7cm Höhe mit 1 cm hohem Schaft

  
?                                                                  ?

 
Sommerstrauß                      ?           

  
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  weiß                       Streublümchen                        ?     

   
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6 cm Höhe mit 5 mm hohem Schaft

      
        Weiß                             Schwarz                                        Sommerstrauß                       

        
     Rosenranke blau                          ?                                       ?                                        ?                          Stachelbeere
 


Dekor Animal live, 5 mm Stand, 6 cm hoch


     
       Garden                            Rustica                           Sommerflirt                       Paradies    

     
     Petersburg                       St. Germain

        
          Pink Rose                                ?                                  Animal Live                 Stiefmütterchen      



Dekor Streublümchen, 10 mm Stand, 7 cm hoch
 

Relief am Fuß 

Bodenmarke ca. 1930

Bodenmarke 1988


Dekor weiß mit festem Teller, 5 mm Stand*

  
Fotos: Anderson, Diener, Koetsier                                                          © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Rosenthal" ist gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung
der Exponate und ihrer Herkunft.

 



 



August Warnecke – nordisch, friesisch, gut

Das Handelsunternehmen Warnecke wurde in den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts von August Warnecke gegründet. Das Stammhaus befand sich in der Schnackenburgallee in Hamburg. Es wurden diverse weltbekannte ausländische Manufakturen exklusiv auf dem deutschen Markt vertreten. Zusätzlich wurde von August Warnecke eine neue eigene Serie mit vielen verschiedenen Dekoren wie z. B. Ostfriesische Rose, Ostfriesland, Hybiscus, Friesisch Blau und Nikko grün entwicklelt. Diese wurden über viele Jahre lang handbemalt. Später wurden einige Dekore im Stahlstichverfahren aufgebracht.


Das Dekor Ostfriesland ist die bekannteste Serie und fehlt
in keinem traditionellen ostfriesischem Haushalt


Täuschend ähnlich auf dem ersten Blick. »Ostfriesische Rose« von Fürstenberg

Hergestellt wurde das Geschirr in einer Manufaktur in Japan, exklusiv für Warnecke. Die blaue AW-Amphore mit den Zweigen an beiden Seiten ist das alte Logo, in den 1990-er Jahren wurde auch ein moderneres Logo verwendet. 1999 wurde die Produktion eingestellt, seither gibt es viele Nachahmer und ein Unternehmen das ebenfalls mit AW firmiert und viele Warneckemodelle und -dekore ebenfalls in Japan produzieren lässt. Allerdings erreichen diese maschinell gefertigten Geschirrteile nicht annähernd den Charm der handbemalten kleinen Schätze aus dem Hause Warnecke.


Dekor Tuliptime

Neben Tee- und Kaffeeservices gehörten zu den Serien auch Eierbecher, Gewürz- und Teedosen, kleine Vasen und Kerzenleuchter, Zuckerschalen in Blattform sowie allerlei verschiedene Konfekt- und sonstige Schalen, rund oder viereckig, mit oder ohne Fuß und auch mit oder ohne durchbrochenes Muster am Rand. Alle Serien erinnern an einen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen bei Oma.

                   Frisisch Blau           ----- Dekor Ostfriesland aus verschiedenen Produktionszeiten -----                   ???  

        
         Hybiscus                       Füllhorn                 Ostfrisische Rose                    ???             


          Leopard                     Blaue Aster                   Pfingstrose                       Delfzijl                          Hamburg

        
Grüne Distel                     Frisia                        Tuliptime    

                 Nikko grün                     Nikko rot                       Nikko blau                China Purpur rot          China Purpur blau

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Plagiate und ähnliche

   
                     

Fotos: Diener, Koetsier                                                                                           © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "August Warnecke" ist gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Der brave Soldat Schwejk                                                                                  englische Version

Der spitzfindige »brave Soldat Schwejk« ist eine Figur von Jaroslav Hašek die erstmals 1911 in Prag in einem Theaterstück in Erscheinung trat. Schwejk ist ein Markenzeichen Böhmens (eines der drei Länder Tschechiens) und deswegen ist es nicht verwunderlich, dass der kleine Bursche auch seinen Weg auf eine sechsteilige Eierbecherserie gefunden hat, die auch gerne als Schnapsgläser verwendet werden.

Die bekannte Porzellanmanufaktur «Haas & Czjzek« aus
Horní Slavkov (deutsch: Schlaggenwald) hat sie in den 1960er Jahren aufgelegt.
Alle sechs Szenenbilder dieser Serie sind aus Jaroslav Ha
šeks Roman »Die Geschichte des braven Soldaten Schwejk während des Weltkrieges«.

                  
        Frau Müller und Schwejk                        Schwejk wir ins Arrest geführt                        Schwejk bei der Musterung

                
      Schwejk marschiert durch                                       Schwejk mit                             Schwejk begegnet dem Polizei-             die Winterlandschaft                       Generalmajor von Schwarzenberg            spitzel Brettschneider im Klech

Der Satz hat den "H&C-Stempel" in Blau oder Gold, mit den zwei Tannen, den Buchstaben H&C, sowie einem weiteren "H". Der Stempel wird mit der Aufschrift "MADE IN CZECHSLOVAKIA" umschlossen. Innen ist entweder ein goldener Ring sichtbar oder die gesammte Innenfläche ist vergoldet. Ein dritter Satz ähnlicher Form wurde ungestempelt auf den Markt gebracht.

                                   
                              Die häufigste Form mit Stempel             Seltenere Form ohne Stempel

                           
                                                Ausführung, vergoldet von innen, mit Stempel
 


                           Beilage der Originalverpackung

 

 

 

 

 

 


 

 


Originalverpackung

Schwejk (tschechisch Švejk) ist ein typischer Prager Charakter, der sich mit List und Witz durchs Leben schlägt und sich als Soldat vor dem Kriegseinsatz zu drücken versucht. Durch sein Verhalten und seine schelmische Ausdrucksweise kritisiert er die Sinnlosigkeit des Krieges und damit auch die Logik von Freund und Feind. Hašeks Roman »Der brave Soldat Schwejk« (Originaltitel, »Die Geschichte des braven Soldaten Schwejk während des Weltkrieges«) stand im nationalsozialistischen Deutschland auf der sogenannten »Schwarzen Liste« und gehörte somit zu den verbrannten Büchern, deren Besitz unter Strafe stand.
Bertold Brecht war von der Figur des Schwejk so angetan das er 1942, im Exil in den USA, das Theaterstück »Schweyk im Zweiten Weltkrieg« schrieb. An die Stelle der Herrschaft der Habsburger tritt die der Nationalsozialisten und an die Stelle des Ersten, der Zweite Weltkrieg.
Das Stück ist von Bertolt Brecht im Stil des epischen Theaters geschrieben und wurde 1957 in Warschau uraufgeführt.

In gleicher Forn hat Haas & Czjzek auch andere Eierbecher, wie z. B. diese Beiden mit Motiven aus Prag auf den Markt gebracht.

   
 

Ab den 1990er Jahren brachte die tschechische Porzellanmanufaktur "Thuny, Czechoslovakia" aus Karlovy Vary (früher Karlsbad) die gleiche Serie heraus. Diese ist kaum von der Originalserie zu unterscheiden, die Karlsbader haben nur auf den innen goldenen Ring verzichtet.
"Thuny, Czechoslovakia" wir oftmals mit der Manufaktur Thun aus Bozen in Norditalien verwechselt. Beide sind aber völlig eigenständige Unternehmen.

      

     


Fotos: Diener, Anderson                                                                         © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Die Namen "Haas & Czjzek" und "Thuny" sind gesetzlich geschützt. Die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.
 



Betty Boop                                                                                                                                      

ist eine Cartoon-Figur aus den Max-Fleischer-Cartoons, die nach der Übernahme und anschließender Insolvenz der Fleischer Studios vom Paramount Studio weiterproduziert wurden. Die ersten Zeichentrickfilme entstanden 1930 in der Talkartoon-Serie. Später folgte dann eine eigene Betty-Boop-Reihe. Wie bereits in ihrem Namen anklingend (boob engl. Busen), ist das Markenzeichen von Betty Boop ihr Sexappeal.
Mit kurzem Rock, Strumpfband und lockigem Bob verkörpert sie das Flapper-Girl der Roaring Twenties. Typisch für diesen Frauentyp war sie sexy gekleidet, liebte es zu feiern und zu tanzen. Betty Boop war der erste weibliche Cartoon-Charakter mit einer eigenen Sexualität. Andere weibliche Cartoon-Figuren wie zum Beispiel Minnie Maus wurden praktisch als geschlechtslose Wesen dargestellt. Die Betty-Boop-Cartoons sind voll von sexuellen Anspielungen. So gibt es kaum eine Folge, in der Betty nicht ihr Strumpfband hinunter oder der Rock hoch rutscht. Auf Grund der großen Beleibtheit dieser Cartoons ist es nicht verwunderlich das Betty Bob auch ihren Weg auf einigen Eierbechern gefunden hat. Das erste, unten abgebildete Exemplar stammt aus der Sammlung von Ad Koetsier aus den Niederlanden und die  beiden anderen Exemplare stammen aus der Sammlung von Nels Anderson aus Luissiana.

              

 

Fotos: Koetsier, Anderson                                                                       © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Die Name "Betty Boop" ist  gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.
 



Henne und Hahn
                                                                                                                       
                                                 
Szenen vom Bauernhof wie Hühner, Hähne und Küken sind ein sehr beliebtes Motiv für Eierbecher und bei Sammler/-innen in aller Welt sehr beliebt. Kein Wunder – ohne Huhn kein Ei und ohne Ei kein Eierbecher...
Hier wenden wir uns den Eierbechern mit Huhn- und Hahnmotiven zu und zeigen einen Querschnitt aus einer fast unendlichen Vielfalt dieser Motivwahl, die mit dem ersten "Hühnereierbecher" der Manufaktur Schumann, Moabit (D), 1835 begann.

       
                         Handgemalter Hahn,              Handgemalter Hahn in Reserve,               
  Schumann Moabit 1835 - 1837                Limoges 1870 - 1900      

Eigentlich schenkten, seinerzeit, die renommierten Porzellanmanufaktur dem Huhn-/Hahnmotiv wenig Beachtung, denn es war fast unmöglich so ein Motiv in der Gestaltung einem klassischen Essgeschirr anzupassen. Da war es doch viel leichter das Geschirr mit Streublumen, Obst oder Fantasiemustern zu bestücken. Andererseits passen Hühner doch viel besser zu einem Essgeschirr als unter Artenschutz stehende Singvögel, Chinesisch Drachen oder Windmühlen. Erst private Porzellanmanufakturen der Gründerzeit wie F. A. Schumann in Moabit (D), Tressemanes & Vogt in Limoges (F), Philip Rosenthal in Selb (D) und Thomas in Marktredwitz (D) haben dem Huhn die Ehre erwiesen auf einem Eierbecher abgebildet zu sein und leuteten damit den Siegeszug des "Huhns auf dem Becher", der in der Jugendstilzeit und im Art déco seine Blüte hatte und bis heute anhält, ein.
Dekorbilder, ob in Form von Schiebebildern oder Druckvorlagen wurden oft von verschiedenen Manufaturen zugekauft und genutzt. Deshalb ähneln sich viel Eierbecher auf dem ersten Blick. Hier ein Beispiel dafür.


Ensemple mit verschiedenen Motiven von Josef Rieber, Selb, (D) um 1920,
Gedrucktes Bild, umrandet mit Spritzdekor und Lüsterglasur.


Ähnliche Ausführung mit Lüsterglasur aber ohne Bild.
Manufaktur unbekannt.

       
Zwei Jugendstilbecher von Julius Rother,
Mitterteich (D), 1905 und auch hier mit ge-
drucktem Bild, umrandet mit Spritzdekor und Lüsterglasur

                                
Eierbecher aus Manufakturen in Thüringen (D) um 1930
und auch hier mit gedrucktem Bild, umrandet mit Spritzdekor und Lüsterglasur

Hier ist es augenscheinlich das der Eine vom Anderen abgeguckt hat. Die Verwendung von Spritzdekor und Lüsterglasur sind Verfahren die eine ausgereifte handwerkliche Kunst erforderten. Umso bedauerlicher ist es das einigen Manufakturen anscheinend die Ideen fehlten oder sie auf den Zug lukrativer Serien, anderen Hersteller aufgesprungen sind.
Auf Eierbechern aus englischen Manufakturen kommen kaum Hühnermotive vor, was sicherlich ein Grund hat, der dem Autor aber bislang verborgen blieb.

Der in Deutschland bekannteste "Hühnereierbecher" ist der handbemalte, aus der dem Service "Hahn und Henne" der Zeller Keramik Manufaktur, Zell am Harmersbach (D). 1898 von Karl Schöner entworfen ist das beliebte Muster zum Kult geworden und bis heute, auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, für jung und alt atraktiv.

Schöners Hahn, seit über 110 Jahren fast unverändert

      
       18?? - 19??                            18?? - heute                   Herstellung ausschließlich  
                                                                                            in Handarbeit      

   
                           18?? - 19??                          18?? - 19??                            18?? - 19??                            

    
Ausführung mit festem Unterteller 19?? - 19?? und 19?? - 19??

 
Billiges Plagiat aus Taiwan


Da die meisten "Hühnereierbecher" ungemarkt sind, können sie nur schwerlich zugeordnet werden. Wir wollen es aber dennoch versuchen und bitten alle Leser/innen um Mithilfe.

        
         China                "Mr. Rooster"          Deutschland                  4 ?              F.A. Schumann (D)            6 ?

         
             7 ?                        8 ?                        9 ?               Beyer & Bock (D)            Japan                   Japan

         
(F) (Quimper Stil)  T.&Vogt, Limoges (F)    Villeroy & Boch, Farmers Spring             England          Josef Rieber (D)

         
 Josef Rieber (D)     Josef Rieber (D)     Josef Rieber (D)     Josef Rieber (D)     Josef Rieber (D)     Josef Rieber (D)

        
            25 ?                        26 ?                      27 ?                       28 ?                Deutschland               Terpa

         
Zeller Keramik (D)             32 ?                       33 ?                       34 ?                        35 ?                       36 ?

         
Tressm.&Vogt (D)              38 ?                 Leonardo Collection, Farmyard              England           Limoges 1870-00

             
           43 ?                       44 ?                       45 ?                       46 ?                       47 ?                      48 ?

          
         China                     China                    China                    China                    China                    China

           
         China                     China                    China                    China                    China                    China

                     61 ?                       62 ?                        63 ?           Rosenthal (D) 1905              65 ?                      66 ?

            
           67 ?                     Japan                    Japan                      70 ?                  Thomas (D)           Japan (rot)

             
        Japan                      74 ?                         75 ?                      Japan                    77 ?                 Rörstrand (S)

                    England              Rosenthal (D)        Rosenthal (D)         Rosenthal (D)         Rosenthal (D)               Japan

              
      Deruta (I)                Portugal                 Portugal                   88 ?                Quimper (F)                  90 ?

           
        Beyer & Bock, Thüringen (D)       Metzler&Ortloff, Ilmenau (D) um 1920              Interpresent KJ (D)              

         
       Djem (NL)              Djem (NL)              Djem (NL)             Djem (NL)              Djem (NL)             Djem (NL)

         
    Böhmen (CSR)    Zeller Uli Stein (D)            105 ?                     106 ?                      107 ?                     108 ?

         
    Thüringen (D)        Thüringen (D)        Thüringen (D)        Thüringen (D)         Thüringen (D)              Japan  

           
   aus Dolomit (I)              116 ?                  TheSkinnyCardCompany (GB)                  119 ?                     120 ?

         
          121 ?                     122 ?                      123 ?         Schomburg&Söhne, Rosslau, (D) um 1920          126 ?

          
          127 ?                                 -----  Beyer & Bock, Volkstedt (D) um 1910  ------                                132 ?

             
Emma Bridgewater       Arabia, SF                 135 ?                   Japan                    137 ?            Beyer & Bock (D)      Blue Hen (GB)

         
   Nympfenburg                     --- Frankreich ---                            142 ?                      143 ?                     144 ?

         
           145 ?                     146 ?                     147 ?                     148 ?                      149 ?                     150 ?

         
           151 ?                     152 ?                     153 ?                     154 ?                      155 ?                 Rumänien

         
          157 ?                      158 ?                      159?                     160?                       161?                     China

         
                                                               ---- VEB Kahla, Thüringen ----

 

Fotos: Diener, Koetsier, Anderson, Köneke, Haack, Zeller Keramik       © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Die Namen "Beyer & Bock", "Bridgewater", "Metzler&Ortloff", "Rörstrand", "Rosenthal", "Rosslau", "Schomburg & Söhne" und "Zeller Keramik" sind gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Popeye und Olive Oyl                                                                                              

Popeye (englisch umgangssprachlich „Glotzauge“) ist eine Comic- und Cartoon-Figur des amerikanischen Zeichners Elzie Crisler Segar. In den über 80 Jahren seines Bestehens erlangte der schlagsige Matrose und seine Freundin »Olive Oyl« (engl. Olivenöl) Weltruhm. Ausgenommen davon sind spätere Medien wie Filme und Computerspiele sowie beispielsweise die Musik.
In den Zeichentrickfilmen wurde Popeyes ständiges Markenzeichen, der Spinat eingeführt. Den schluckte er büchsenweise, um daraus ungeahnte Kräfte für seine zahllosen Prügeleien zu entwickeln. Popeyes Vorliebe für Spinat beruhte auf der früher herrschenden Ansicht, dass dieses Gemüse aufgrund seines angeblich hohen Eisengehalts ein ideales Stärkungsmittel sei. Der angenommene außergewöhnlich hohe Eisenanteil basierte aber auf einen fatalen Rechenfehler des Schweizer Physiologe Gustav von Bunge. Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Studie des schwedischen Karolinska-Instituts kommt zur Auffassung, dass nicht das Eisen, aber die im Spinat enthaltenen Nitrate das Wachstum von Muskeln, insbesondere jene für die Ausdauer, fördern können.

          
Olive Oyl und Popeye                                                                                      Olive Oyl und Popeye

      
           Popeye                                                Olive Oyl                                            Popeye      
   

Fotos: Anderson                                                                                     © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Die Namen "Popeye" und "Olive Oyl" sind gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



»Ha Ha Ha! Boom! Boom!«                                                                                                            

Wenn dieser Ruf ertönt weiß jedes Kind in England das »Basil Brush« der kleine Rotfuchs mit menschlicher Gestalt im Nachmittagsfernsehen für Spaß sorgt. Irgendwann hat dieses schlaue Tierchen es dann auch auf einen Eierbecher geschafft. Darauf hat uns der Sammlerfreund Nels Anderson aus Louisiana hingewiesen, aus dessen Sammlung dieses Eierbecherexemplar stammt.


 

Fotos: Anderson                                                                                     © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Brasil Brush" ist gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Die »Langhälse« von Sagaform
                                                                                       

Das schwedische Unternehmen Sagaform ist eines der führenden Top-Marken für skandinavisches Design. Verspielte, innovative Produkte für die Küche und den gedeckten Tisch bilden den Großteil von Sagaforms Sortiment.
Da dürfen natürlich auch Eierbecher nicht fehlen. Alle Produkte bestechen durch ihr typisch Design, und sind zum Teil das Resultat aus der Zusammenarbeit mit bekannten schwedischen Designern wie Jon Eliason, Camilla Engdahl, Gustav Hallén, Lovisa Wattman, Matz Borgström und Ylva Olsson.
Neben Eierbecher in verschiedenen Formen sind diese »Langhälse«, wegen ihrer bestechenden Form und den kräftigen Farben die Bekanntesten.

           

   

 

Fotos: Diener                                                                                          © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Sagaform" ist  gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.
 



Zu Besuch im »Gladstone Pottery Museum« in Stoke-on-Trent          

Ein großer Teil des englischen Porzellans wird in Stoke-on-Trent produziert. Die Stadt in der Region W. Midlands besteht eigentlich aus mehreren kleinen Städten, die auch »The Potteries« genannt werden. In ihrer Blütezeit gab es dort Tausende von Töpfereien, die ihre Produkte in die ganze Welt verkauften. Heute sind die meisten Töpfereien verschwunden, und die, die es noch gibt, arbeiten unter Dachunternehmen wie Royal Doulton, Spode, Wedgwood und Minton. Das erste Foto zeigt Stoke vor langer Zeit, als bis zu 4000 von Flaschen-Öfen geschäftig Keramik brannten. Das zweite Foto zeigt einen der 46 Flaschen-Öfen die noch nicht zerstört wurden. Der Name Flaschen-Ofen stammt von der flaschenähnlichen Form der Ofengebäude.

Eine gute Möglichkeit sich mit der Geschichte der Töpferkunst von Stoke On Trent zu beschäftigen ist ein Besuch im Gladstone Pottery Museum. Ich habe es erstmals in den frühen 90ern besucht und zu der Zeit gab es noch recht viele kleinere Töpfereien. Es gab einen Bus der im »Blue Willow Design« lackiert war und nach Barlaston, der südlichst gelegenen Töpferstadt fuhr. Der Bus hielt auf seiner Fahrt bei vielen kleinen Töpfereien, viele davon habe ich besucht. Bei meinem zweiten Besuch, Ende der 90er Jahre, war ich sehr entsetzt, als ich sah dass eine neue Nord-Süd-Autobahn gebaut worden war, weshalb viele kleine Töpfereien schließen mussten. Die neue Buslinie hatte nur wenig Haltestellen, meist vor den Werktoren der großen Töpfereien.

2015 bekam das Gladstone Pottery Museum in Stoke-on-Trent die »Visit England-Auszeichnung« und erhielt auch in der Kategorie »Small Visitor Attraction« vom Landestourismus-Verband den »Staffordshire Tourism awards«. Ein Museumsbesuch lohnt sich immer und in den Töpferei-Geschäften, die es noch gibt, kann man schöne Dinge zu fairen Preisen kaufen. Stoke-on-Trent ist bequem mit dem Zug von London zu erreichen und eignet sich ideal für einen Tagesausflug.

     
          Diesen Eierbecher habe ich im Museum gekauft       Stoke.on-Trent ist von London gut zu erreichen               
 

Fotos: Anderson und Gladstone Pottery Museum                                                                                 © Nels Anderson

Die Namen "Royal Doulton, Spode, Wedgwood und Minton  sind gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Ausstellungs-Eierbecher »Festival of Britain-1951«
                                                   

Schon 1947 wurde in meiner kleinen Stadt Wath upon Dearne (South Yorkshire, England) die Organisierung unseres Beitrages für das »Festival of Britain - 1951« diskutiert. Der städtische Bezirksrat dachte darüber nach, wie sich die Gemeinde auf der Ausstellung einbringen kann und beschloss einen Eierbecher entwerfen- und produzieren zu lassen. Er sollte aus Glas sein und von der lokalen Firma »Waterstone Glassware Ltd.« hergestellt werden. Der daraufhin genehmigte Entwurf von T. Taylor-Seago, einem Direktor von Waterstone Glassware Ltd., zeigte das Ausstellungs-Emblem, mit den Worten »Festival of Britain« rund um den oberen Rand und »Wath upon Dearne« am unteren Rand des Fußes auf blauem Glas.


Zuerst wurden an die Stadt 5.000 Eierbecher dieser Art zum Selbstkostenpreis von 6 Pence pro Stück verkauft. Bis zur Jahresmitte 1951 waren die Eierbecher so beliebt das alle 5.000 Stück verkauft waren. Daraufhin wurde beschlossen die Farbe in Pink zu ändern und es wurden weitere hergestellt. Später sind auch Exemplare in Grün gefertigt worden.

   
         Ausstellungs-Plakat             offizielles Ausstellungs-Emblem       Version ohne Ausstellungs-Emblem

Irgendwann sind auch blaue Exemplare ohne Ausstellungslogo aufgetaucht. Dabei ist nicht klar, ob es die schon vor der Ausstellung gab oder ob diese erst infolge des großen Verkaufserfolges, später produziert wurden. Sicher ist aber das sie ebenfalls von "Waterstone Glassware Ltd." hergestellt wurden.

 

Fotos: Dr. Llewellyn-Edwards                                                                       

© Dr. Tam Llewellyn-Edwards (Übersetzung/Bearbeitung: Dt. Eierbechermuseum, Dr. Anna de Vincenz u. Nico Diener)

 



Ein hässliches Entlein verwandelt sich in einen Schwan                    

In Großbritannien ist es illegal "Silber" zu verkaufen, wenn es nicht gepunzt ist oder von einem Prüfungs Amt korrekt als solches gekennzeichnet wurde. Alle anderen Elemente müssen als "White Metal" – was alles Moegliche bedeuten kann verkauft werden.

Vor einigen Jahren kaufte ich für ein paar Pence einen Eierbecher aus eben diesem "Weißem Metall" :-

Er war sehr schön und als man ihn polierte sah es sehr glaenzend aus und es stand schon seit einiger Zeit in meiner Sammlung . Es hatte unten eine lange Einbuchtung , und ich nehme an, dass es einmal zu einemTablett mit mehreren Eierbechern und Löffeln gehörte. Ein hässliches Entlein, aber ich mochte es.

Während einer Reinigung wollte ich das Innere der Einrückung reinigen und es war klar, dass es eine kleine Markierung innen hatte. Es war zu klein um gelesen werden zu koennen, aber es hatte nicht die Form von Britischen Silberpunzen. Wenig später besah ich es mit einem Mikroskop und das ist, was ich gesehen habe :-

                            

Es war eine winzige japanische Silber Marke verwendet 1868-1912! die mein hässliches Entlein in einen Schwan verwandelt hatte und ich liebte es noch mehr

Die Moral ist : Wir sollten immer auf unseren Bechern nach Marken suchen, und wenn wir sie durch ein wenig Forschung finden ist es die Mühe Wert, wenn auch nur um ein wenig mehr über unsere Schätze zu erfahren, auch wenn sie nicht immer Schwäne sind.


Fotos: Dr. Llewellyn-Edwards
                                                             © Dr. Tam Llewellyn-Edwards, (Übersetzung: Dt. Eierbechermuseum, Eva Witts)

 



Kantinengeschirr im "Dritten Reich"
                                                                           

1935 beschloss das nationalsozialistische „Amt Schönheit der Arbeit“ (Berlin) ein schlichtes, funktionales und massentaugliches Kantinengeschirr zu entwerfen, welches in Werkskantinen zur ästhetischen Verbesserung der Arbeitswelt eingesetzt werden sollte. Dazu gehörten auch Eierbecher. Es gab dieses Kantinengeschirr in vier Modellreihen in und in sieben verschiedenen Farben. Zusätzlich gab es Produktionsreihen die mit dem Emblemen großer Werke, Redereien und staatlichen Einrichtungen wie z. B. der Deurag-Nerag und dem  "Nordischen Lloyd".
Das Design lehnt sich an den Funktionalismus der Werkbund Ära der 20er Jahre an. Im Nationalsozialismus kam es zu keinem einheitlichen Design viel mehr wurden vorhandene Strömungen aufgenommen und im nationalsozialistischen Sinn umgedeutet.


 

Diese Eierbecher aus der Modellreihe I wurde von dem Designer Heinrich Löffelhardt 1935/36 entworfen und von Rosenthal-Selb gefertigt. Das Kuriose dabei ist das der jüdische Name Rosenthal über dem Hakenkreuzsymbol zu stehen kam.

Fotos: Siebert, Hespenheide                                                                  © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 
Der Name "Nordischer Lloyd" ist  gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.
 



Die Eierbecher mit dem dicken Bauch
                                                                       
Die Form dieser Eierbecher ist von griechischen Campana Vasen abgeleitet und war im 19. Jahrhunderts sehr beliebt.  Solche Eierbecher wurden überwiegend in den englischen Porzellanmanufakturen Davenport, Spode, Barr & Barr, Copeland, St. George und Wedgwood hergestellt. Aber auch die Königliche Porzellan Manufaktur Berlin (KPM) bediente sich 1857 bis 1849 dieser Form. Während Marianne und Manfred Haack in ihrem Buch "Alte Eierbecher" von "Kraterform" sprechen, nennt sie Brenda C. Blake in ihrem Buch "Egg Cups", einfach nur "French". Aber auch die Bezeichnung "Medicis-forme" ist in Frankreich geläufig. Eine weitere Bezeichnung, bei englischsprachigen Sammler/innen für diese bauchige Form ist "Urne". Viele dieser schönen Stücke sind ungemarkt, so dass sich nicht immer feststellen lässt aus welcher Manufaktur sie stammen.

                                                            Copeland*                                                                  Copeland  

      
                                                                Wedgwood, Ferrara                   *                                                                               

          
                                                 Copeland                                                                                                                  
*               

                                                                               Wedgwood                       Copeland                        
                                                
        
                                                                                                                                   Wedgwood                       Wedgwood 

Die Manufaktur Copeland-Spode pruduzierte
noch bis in die 1950er Jahre diese Variante ohne Fuß

   


Spode's Camilla Copeland


Copeland, Chinesische Rose, ca. 1950

* = Bei diesen Exponaten handelt es sich um Englische Interpretationen von japanischen Gold Imari-Decoren.

 

Fotos: Diener, Koedsier, George, Anderson                                           © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Die Namen "Barr & Barr", "Copeland-Spode", "Davenport", "KPM", "St. George" und "Wedgwood " sind gesetzlich geschützt. Die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Sue Whimster – Londons Kreativwerkstatt                                           

In einem Vorort von London hat sich die Texteildesignerin Sue Whimster ihre kleine private Keramikwerkstatt geschaffen. Im ehemaligen Wintergarten an ihrem Haus entstehen seit Jahren kleine ganz individuelle Kostbarkeiten aus Ton. Darunter Hunde, Katzen, Füchse, Wildschweine, Wölfe und Dekogegenstände für Haus und Garten. Da dürfen natürlich auch kunstvoll gestaltete Eierbecher nicht fehlen.
Wie man unten sehen kann, sind ihre Figureneierbecher etwas ganz besonderes.

     

  

                               

  

                         

  
  Blick in Sue's kleine Töpferei
                                                                                                

Fotos: Whimster, Anderson                                                                                         © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Sagaform" ist  gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.
 

    © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
Fotos: Sue Whimster, England / Nels Anderson, Louisiana
 



Wer fleißig klebt kommt bald ans Ziel – Kaiser's Rabattmarkengeschirr      

Die Lebensmittelkette Kaiser's (früher Kaiser's Kaffee, heute zur Tengelmannunternehmensgruppe zugehörig) war schon 1905 seinen Mitbewerberinnen einen Schritt voraus. Zur Kundenbindung entwarf sie ein Rabattmarkensystem. Nach jedem Kauf bekam man 5% Rabatt in Form von Rabattmarken, die in ein Rabatt-Sparbuch (siehe links) eingeklebt wurden. Waren ein oder mehrere Hefte voll, jedes hatte einen Wert von 1,00 RM,  konnte man diese im Laden gegen Ware einlösen. Ab 1920 bis Anfang der 1930er Jahre gab es dafür Geschirr dieser Serie. Es gab ein komplettes Kaffee- und Essgeschirr in 36 Teilen. Im freien Handel war dieses Geschirr nicht. Vom Design her, gehört es eindeutig zur Stilrichtung Art déco.



Die Eierbecher dieser Geschirrreihe wurden ausschließlich für Kaiser's in der bayrischen Manufaktur Schaller & Co. (später Winterling) aus Windischeschenbach gefertigt. Die Geschirrstücke trugen meist nur die Herkunftsbezeichnung "Bavaria".

oben: Ein Exemplar aus der Sammlung de Vincenz

rechts: Typischer Kaiser's-
Laden aus den 1920ern

Welche Geschichte sich nun hinter diesem Exemplar (links) verbirgt, ist ungewiss. Vermutlich handelt es sich um einen Fehldruck, der irgendwie doch seinen Weg zum Kunden gefunden hat.

Fotos: Siebert und Andere                                                                      © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Kaiser's" ist  gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Die "WELTmeister"

In einem kleinen holländischen Ort ist die weltweit größte Eierbechersammlung zu Hause. Riek und Ad Koetsier sammeln erst seit 1980 und haben es schon auf stattliche 32.500 verschiedene Exemplare gebracht.

Schnell wurde die Sammlung so groß das Platzprobleme auftraten. Der erste Schritt dagegen war der Kauf von weiteren Vitrinen. Dann kam die Spezialisierung auf Porzellan- und Keramikeierbecher mit Fuss. Und zuletzt baute Ad eine große Wand mit senkrechten Auszügen, für 8.000 Eierbecher, wie man sie aus Apotheken kennt. Wenn er sich dort zurückzieht, sagt er scherzhaft das er in die Hausapotheke geht.

Bis zu einer Größe von 1.000 Stück konnte sich Familie Koetsier noch merken, welche Eierbecher sie schon hat und so Doppelkäufe vermeiden. Danach wurde es notwendig Aufzeichnungen anzufertigen. Zuerst wurde ein Notizbuch angeschafft und alle Eierbecher beschrieben. Es stellte sich aber schnell heraus das, das nicht “das gelbe vom Ei” war und sie sich etwas anderes überlegen mußten. Ad entwickelte ein ausgeklügeltes System zur Katalogisierung aller Eierbecher. Es wir von jedem Stück ein Foto angefertigt und alle weiteren Daten in eine selbst entwickelten Datenbank eingefügt. Danach erfolgt das Hochladen auf der eigenen Website.

Ads Datenbank enthält eine Seriennummer für jeden Eierbecher, Information über das Datum des Erwerbs, die Kosten, eine Beschreibung, das Herkunftsland, Schäden und besondere Kennzeichen.

Nachdem zuerst Flohmärkte und Antikläden nach Eierbechern abgesucht wurden, kaufen Riek und Ad heute im großen Stil kleinere Sammlungen auf. Auch Schenkungen ganzer Sammlungen konnte Familie Koetsier schon entgegennehmen. Auf Ad's Hompage finden sich allein 120 ehemalige Sammlungen aus den Niederlanden, die in die Sammlung der “Weltmeister” eingeflossen sind.


Klick aufs Bild und du siehst mehr!

>>>mehr über Familie Koetsier               >>>zu Ad's Hompage
                                                                                                                                                                    
                                                                                                                                                      
© Nico Diener



Grabenkunst                                                                                                                                      

Dieser Eierbecher ist ein Stück "Grabenkunst", auch "Trench Art" genannt, wie sie in den oft langen Gefechtspausen des Ersten Weltkrieges angefertigt wurde. Auf dem Bild sieht man Soldaten die aus Granathülsen Dekoartikel oder Blumenvasen für die Verwandten in der Heimat fertigten. Dieser seltene Eierbecher besteht aus den Teilen eines ehemaligen französischen Wabenzünders  aus dem Jahren 1914-18.


                                                                                                                                                     

Fotos: Siebert und Andere                                                                      © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 
 



"2013 - McEgg" der WMF zum zweiten Mal abgekupfert
                                            


Wie ein Ei dem anderen gleichen sich der Eierbecher der Württembergischen Metallwarenfabrik AG, aus Geislingen in Deutschland (WMF) und das Plagiat aus Dubai. Schon zum zweiten Mal hat ein ausländischer Hersteller den lustigen Eierbecher "McEgg" der WMF schamlos nachgemacht und auf den Markt gebracht. Die WMF hat vom fröhlichen Handwerker-Eierbecher für Kinder schon über eine Million Exemplare verkauft. So ein Erfolg lockt Produktpiraten, auch wenn "McEgg" als eingetragenes Gebrauchsmuster geschützt ist.


Links Original: WMF AG, Geislingen/Steige, Deutschland
Rechts Plagiat: Vertrieb: RNA Resources Group Ltd., Dubai

Am 15. Februar 2013 wurde der 1977 ins Leben gerufene Negativpreis "Plagiarius" (ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase) auf der Konsumgütermesse "Ambiente" in Frankfurt/Main zum 37. Mal verliehen. Originale und Kopien standen dort auf dem Präsentierteller. Zehn krasse, unverfrorene Fälle von Ideenklau wurden "prämiert". Produktpiraterie soll so bekannt gemacht werden. Der fröhliche "McEgg" war auch dabei, vertrieben von der "RNA Resources Group" aus Dubai und hergestellt irgendwo in Asien. 2003 wurde der gleiche WMF-Eierbecher schon ein Mal plagiiert. Die Anwälte der WMF erreichten damals, dass alle illegalen Raubkopien vernichtet wurden.

Foto: WMF                                                                                              © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "WMF" ist gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.
                                                                                                 



3 X 4 = 12

Jede/r Eierbechersammler/in hat irgendwan einmal Platzprobleme. Da freut man sich wenn auch kleine freie Stellen an den Wänden den geliebten Schätzen Platz bieten können.

Eine findige Lösung stellte heute Ina Möller dem Deutschen Eierbechermuseum vor. Dabei handelt es sich um einen kleinen Holzkasten mit 3 X 12 Fächern, die jeweils einem Eierbecher gut Platz bieten. Vorne befindet sich eine Tür mit Acrylglasfüllung. Bei den geringen Abmessungen von 18 X 33 cm finden diese Boxen leicht überall dort Platz wo andere Elemente nicht hinpassen oder zu klobig wirken. Ursprünglich wurden die Aufbewahrungskästen als "Teebox" konstruiert und sollten flach liegend verwendet werden. Man kann sie aber auch genauso gut überall dort hinhängen, wo noch Platz ist und vielleicht auch dort wo sonst keine Eierbechervetrinen stehen. Im Flur, in der Toilette, in der Küche oder im Wintergarten. Als "asiatisches Billigprodukt" sind diese Kästen überraschend sauber verarbeitet und können kleine Gruppen von Eierbechern zu mehr Beachtung verhelfen.
                                               © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum                                                                                     



Maria Theresia – Die Königin unter den Eeierbechern                                 

Seit 1926 wird diese zeitlose Geschirrform in vielen Dekoren in der Porzellanmanufaktur Hutschenreuther in Selb (Oberfranken) (heute Marke der Rosenthal AG), hergestellt. Nicht jedes Service enthält auch Eierbecher – und nicht jeder Eierbecher gehört zu einem Service. Bekannt sind über 140 verschiedene Dekore, die aber nicht alle von Hutschenrether stammen, denn auch andere Hersteller, wie z. B. Hackefors (S), Ravn (S), Bohemia (CS) und Reutter (D), kauften/kaufen Weißware bei Rosenthal und versehen sie mit eigenen Dekoren. Oder fertigen den ganzen Eierbecher in Lizenz.* Tirschenreuth, eine von 1927 bis 1994 Zweigniederlassung der Lorenz Hutschenreuther AG, fertigte eine besondere Art mit senkrechten Furchen in der Kuppa.

                 

Ursprünglich nur dafür gedacht, zu verhindern das das Frühstücksei vom Tisch rollt, hat sich der Eierbecher zu einem eigenen Kunstgegegenstand entwickelt. Das Modell "Maria Theresia" besticht durch seine schlichte zeitlose Eleganz. Hier das Dekor Schloss Linderhof in grün (original Hutschenreuther*).

       
               Weiß                                                    Mirabell                                             Weinlaub                           Papillon

        
  Schloß Linderhof  rot       Schloß Linderhof  rot       Schloß Linderhof  rot                         ?                          Zwiebelmuster
           "7 Uhr"                                                                     "1 Uhr"


Dekor »Dresden Pergola« (ab 1970)
Die unverbinliche Preisempfehlung von Hutschenreuther
betrug 1992 in der 21-teiligen Kaffeserviceversion rund 1300,- DM

           
 Schloß Linderhof grün     Schloß Linderhof grün      Schloß Linderhof grün     Schloß Linderhof grün                  Mainau
            "7 Uhr"                               "9 Uhr"                              "1 Uhr"

        
           Residenz                      Scandic Blue                       Fürstenau                   kobaltblaue Rose                   Würzburg           


Dekor »Dresden Pergola« (ab 1970)
Die unverbinliche Preisempfehlung von Hutschenreuther
betrug 1992 in der 39-teiligen Kaffeserviceversion rund 1900,- DM

                            ???                           Burgund rosa                    Burgund blau                       Erimitage                     Monatsbecher
                                                                                                                                                                  
O. Winther, mehr davon

      
              ???                        Schloss Bentheim                   Miramar                                                    ??? 

         
                                                                        Dekor »Frühlingsboten«

          
                ???                               Arabella                          Arabella                                ???                               Marburg
                                                                                Dekorblume falsch herum

          
             Prater                        Dresden Pergola                 Seehof rosa                    Seehof blau                      Rheinsberg


Dekor »Windsor rot«
Die unverbinliche Preisempfehlung von Hutschenreuther
beträgt in der 21-teiligen Kaffeserviceversion 689,- €
 

                Medley Valdemossa           Medley Mantova                  Medley Tierra                   Medley Finca                 Medley Vicenza 

                    Medley Winterzeit             Medley Parklane               Medley Alfabia           Medley Sommerdream     Medley New England

        
                                                                    Dekor »Zwiebelmuster«

                                      Hofgarten                                          Windsor Blau                                            Windsor Rot

                    Schlossgarten                      Carmino

                                              Paradies                                        Stiefmütterchen                 Frühlingsboten                     Residenz

                                                Rheinsberg                                                                                    Carmino
 

Hutschenreuther Senator Design mit Märchenmotiven

        
        Tummelisa ´77             Nils Holgersson ´78     Första Mästerkatten ´79       Aladins Lampa ´80    Kejsarens nya Kläder ´81
      (Däummelinchen)             (Nils Holgerson)         (Der gestiefelte Kater)     (Aladins Wunderlampe)   (Des Kaisers n. Kleider)

       
     Herdinnanoch ´82             John Blund ´83                     Snövit ´84                   Hans o Greta ´85                    ??? '86
       (Die Schäferin)          (Das Sandmännchen)         (Schneewittchen)            (Hänsel und Gretel)                    (???)

 


Die Namensgeberin dieser erfolgreichen Serie von Hutschenreuther
Maria Theresia 1717 bis 1780



Dekore und Fabrikationen anderer Manufakturen


Alt Tirschenreuth (D)
(1927 bis 1994 Zweigniederlassung der Lorenz Hutschenreuther AG in Selb)


  
Serie Salzburg
          Dekor ?                Dekor Rosengarten

 

Bohemia (CS)

  
             Zwiebelmuster              
             


Reutter (D) in Lizenz gepresst und mit eigenen Dekoren versehen

                              weiß                                    ?                                        ?                                      ?                                      ?

                            ?                                      ?                                       ?                                         ?                                      ?

         
            Osternest                         Osterhase                 Motiv von Sarah Key                       ?                                     ?

     
        Mrs. Josephine Hase                       ?                                        ?                               Peter Hase                 Emma Entenkopf  

       
  ?                                        ?                                   ?                                        ?

Motive von Hackefors (S) auf Hutschenreuther Weißware
    
         

  ?                                        ?                                   ?                                        ? 



    
  ?                                        ?                                   ?

Motive von Ravn, (S) auf Hutschenreuther Weißware

        
                                     ?                                                            ?                                    ?                                       ?      

"Maria Theresia" in Kobaltblau von Hackefors (S), Hutschenreuther (D) und Ravn (S)



* = Original Hutschenreuther Eierbecher aus der Serie "Maria Theresia" erkennt der Fachmann daran, dass sie, kaum sichtbar, horizontal aus Fuß und Kuppa zusammengesetzt sind. Bei denen in Lizenz produzierten Scherben von Reutter handelt es sich um zwei vertikal zusammengesetzte Pressteile. Die vertikale Naht ist, bei genauerem Hinsehen gut zu erkennen.

  
Fotos: Anderson, Diener, Koetsier, Selhorst                                           © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Die Namen "Hutschenreuther", "Hackefors" und "Reutter" sind gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.



 



Eierbecher auch bei Deruta-Keramik sehr beliebt


In dem kleinen Dorf Deruta in Umbrien, Italien wird seit über 800 Jahren die Majolika-Keramik-Produktion betrieben und gepflegt. Die ansässigen Betriebe fertigen allerlei Keramikwaren überwiegen in Handarbeit und auch die Bemalung geschieht ausschließlich von Hand. Von dort her kommt auch das berühmte Hahnenmotiv in Blau. Rot und Grün, das von Unwissenden oft, als aus Portugal stammend, bezeichnet wird.


Original Eierbecher einer Töpferei in Deruta.

 

Das Hahnendekor fand so viel Anklang, das es oft imitiert wurde. Oben zwei bayrische Nachbildungen des Umbrischen Dekors mit den Namen »Gallo verde« und (Grüner Hahn) und »Gallo azul« (blauer Hahn).
Produziert mit Druckdekor bei Vogt-Keramik GmbH in Rosenheim.
Darunter eine Version aus dem Hause Kocheler Keramik, Bertram Klein
aus Kockel am See, ebenfalls in Bayern. Handgemalt in Fayencetechnik.   

   
                                                                                                © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 



Speedy & Friends - Kollektion                                                               

Da es im ganzen "www" keine informative Seite über die Speedy& Fiends-Kollektion gibt, habe ich alle erschienenen Modelle aufgelistet und einige interessante Infos zusammengestellt.

“Speedy” das Original, erschienen 1998
“Puschy” der Pantoffelheld, erschienen 1998
“Flitzy” der Sauseblitz, erschienen 1998
“Ducky” mit orangen Flossen, erschienen 1998
“Lilly” Viva la Diva,
erschienen 1998
“Pfützy” der Pfützentreter, erschienen 1998
“Müffy” der Sockenflitzer, erschienen 1998
“Nikola” die 1. Miss Santa, erschienen 1999
“Nikolo” gestiefelter Santa, erschienen 1999
“Speedy 2000” der Millenium-flitzer, erschienen 1999
“Bunny” der Stopelhopser, erschienen 1999
“Mary” die Traumfrau, erschienen 1999
“Lacky” der Gentleman, erschienen 1999
“Shooty” der Fussballstar,
Santa erschienen 1999
“Gipsy” der Pechvogel, erschienen 1999
“Skaty” der Roadrunner, erschienen 1999
“Roady” der Biker,
erschienen 2000
“Girly” on Plateau,
erschienen 2000
“Sausi” der weisse Blitz, erschienen 2000
“Snowy” der Snowboarder, erschienen 2000
“Handy” der Handyman, erschienen 2000
“Baby Rose” das Schnullergirl, erschienen 2000
“Baby Blue” der Schnullerboy, erschienen 2000
“Lovely” der Herzensbrecher, erschienen 2000
“Flossy” der Flossenkönig, erschienen 2000
“Oranje” der Torjäger, erschienen 2000
“Stürmi” der Volltreffer, erschienen 2000
“Flanki” der Superkicker, erschienen 2000
“Latschy” der Asphalttreter, erschienen 2000
“Klumpy” der Naturbursche, erschienen 2000
“Rolly” der Racer, erschienen 2000
“Sporty" Nikolo” auf Rollen, erschienen 2000
“Silvy” der Engel in Schale, erschienen 2000
“Goldy” der Engel Engel in Schale, erschienen 2000
“Streby” der Musterschüler, erschienen 2001
“Mogly” der Faulpelz, erschienen 2001
“Golfi” der Rasenkönig, erschienen 2001
“Winny” der rote Raser, erschienen 2001
“Winny” der siberne Blitz, erschienen 2001
“Lui” der Meisterkoch, erschienen 2001
“Mimie” die Küchenfee, erschienen 2001
“Dicky” der Pfundskerl, erschienen 2001
“Body” der Muskelprotz, erschienen 2001
“Wavy” der Wellenreiter, erschienen 2001
“Frotty” der Warmduscher, erschienen 2001
“Duschy” die Wasserscheue, erschienen 2001
“Plantschy” der Nichtschwimmer, erschienen 2001
“Tony” der Kraxelkönig, erschienen 2001
“Brummi” der Straßenkreuzer, limit. erschienen 2001
“Torty” die süße Überraschung, erschienen 2001
“Happy” der Blumenfreund, erschienen 2001
"Benny” der Kuschelbär, erschienen 2002
“Profi” das Tennisass, erschienen 2002
“Biky” der Pedalentreter, erschienen 2002
“Blacky” der Schornsteinfeger, erschienen 2003
“Country” der Abenteurer, erschienen 2003
“Chatty” der Computerfreak, erschienen 2003
“Worky” der Handwerksprofi, erschienen 2003
“Piercy” der Trendsetter, erschienen 2003
"Mr. Santa” der Geschenkbote, erschienen 2003
“Putzy” der Putzteufel, erschienen 2003
“Traby” der Pferdefreund, erschienen 2003
“Mr.Busy” der Globetrotter, erschienen 2003
“Pausi” der Zeitungsleser, erschienen 2003
“Runny” der Dauerläufer, limitiert erschienen 2003
“Spritzi” der Feuerwehrmann, erschienen 2004
“Flori” der Gärtner,
erschienen 2004
“Pucki” der Eishockeyspieler, erschienen 2004
“Peggy” die Pudeldame, erschienen 2004
"Miezi" die Schmusekatze, erschienen 2004
"Waldi" der Dackelfreund, erschienen 2004
“Winning Team” 2 tlg., 1. Club- Edition, erschienen 2004
"Ronny” der Drummer, erschienen 2004
“Ricky” der Gitarrenspieler, erschienen 2004
“Richy” der Saxophonspieler, erschienen 2004
“Kalli” der Gärtner, limitiertes Modell erschienen 2004
“Chicki Micki” das verrückte Huhn, erschienen 2004
“Speedy Superstar” der Shooting-Star, erschienen 2005
“Nauty” der Steuermann, erschienen 2005
“Doc...Speedy” die erste Hilfe, erschienen 2005
“Knipsy” der Meisterfotograf, erschienen 2005
“Petri” ein toller Hecht, erschienen 2005
“Niko” der Tannenflitzer, erschienen 2005 (rote Stiefel)
“Niko” der Tannenflitzer, erschienen 2005 (weiße Stiefel)
“Sunny” on the Beach, erschienen 2005
“Painty” der Künstler, erschienen 2005
“Charly” Gut Holz Kegler, erschienen 2005
"Harry” dein Freund und Helfer, erschienen 2005
“Maschy” eins links, eins rechts..., erschienen 2005
“Germany” der Fussballfan, mit Fahne erschienen 2005
“Schatzi” mit Lebkuchenherz, erschienen 2005
“Nordi” der Walker, erschienen 2006
“Hotti” der Pferdefreund, erschienen 2006
“Farmy” der Landwirt, erschienen 2006
“Uschi” die Lockendreherin, erschienen 2006
“Kurti” Stein auf Stein, erschienen 2006
“Forsty” der Hüter des Waldes, erschienen 2006
“Booky” der Bücherwurm, erschienen 2006
“Fritzi” der Postbote, erschienen 2007
“Tricksy” der Zauberlehrling, erschienen 2007
“Bernie” der Backprofi, erschienen 2007
“Manni” der Grillmeister, erschienen 2007
“Jacky” das Pokerass, erschienen 2007
“Mario” der Weinkenner, erschienen 2007
“Hooky” der Freibeuter, erschienen 2007
“Siggi” der furchtlose Ritter, erschienen 2007
“Peppi” der Clown, erschienen 2008
“Froggy” der Froschkönig, erschienen 2008
“Tommy” der Ballermann-Tourist, erschienen 2008
“Willy” der Handwerksprofi, erschienen 2008
“Seppi” der Bayer, erschienen 2008
“Lucky” der Glücksbringer, erschienen 2008
“Darti” der Dartspieler, erschienen 2008
“Amor” der Liebesbote, erschienen 2008
“Carry” die Shoppingqueen, erschienen 2009
“Teeny” sportlich cool, erschienen 2009
“Freddy” der Sparfuchs, erschienen 2009
“Speedy” der Glücksbringer, erschienen 2010
“Speedy” der Glücksbringer
Speedy-Eieruhr
Speedy-Eierpieker
Speedy Serviettenring

Liste aller erschienenen Speedys zum ausdrucken

1998, als der erste Speedy-Eierbecher erschien, konnte noch niemand erahnen, welche Erfolgsgeschichte da seinen Lauf nimmt. Das Unternehmen Casablanca GmbH & Co. Kg aus Bochold produzierte und vermarktete, unter dem Namen "Speedy & Friends", zwölf Jahre lang, insgesamt 119 Modelle dieser witzigen Eierbechertruppe.

Beim ersten Modell, "Speedy das Original", handelte es sich um eine halbe Eierschale auf Entenfüßen, hergestellt aus lebensmittelgerechtem Polymaterial. Die Designer von Casablanca stellten sich bei ihren Entwicklungen den gut gelaunten Menschen an einem schön gedeckten Frühstückstisch vor. Der Morgen beginnt mit dem Duft nach frischen Brötchen und Kaffee, einer schönen Melodie aus dem Radio und einem perfekt gekochten Frühstücksei, serviert in einem lustigen Eierbecher.

Nachdem die ersten sechs Modelle auf dem Markt waren, wurde schnell der Ruf laut, weitere Modelle zu kreieren und eine Serie für Sammler zu schaffen. Verschiedene Anlässe, Berufe, Hobbys, Sport, Fitness etc. waren Grundlage für die unterschiedlichen Modelle.

Bei einigen wenigen "Speedys" handelt es sich,  um limitierte Modelle. Die Herstellungswerkzeuge wurden, laut Aussage von Casablanca, nach der Produktion zerstört, damit diese nie wieder nachproduziert werden können.

Die Herstellung der Speedy-Eierbecher erfolgte in Handarbeit. Sie wurden in 11 verschiedenen Fertigungsstufen produziert und von Hand bemalt.

Der Verkaufserfolg von einigen Millionen Exemplaren war sicherlich ausschlaggebend für die vielfältigen Plagiate und Fälschungen auf dem Markt. Im Jahr 2005 wurde der von Plagiatoren gefürchtete Negativpreis „Plagiarius“ an den taiwanesischen Hersteller "Rosco International" verliehen. Dieser scheute nicht davor zurück, gleich 6 Eierbecher beinahe detailgetreu zu fälschen und in Deutschland von der KarstadtQuelle-Tochter „Mode&Preis“ vertreiben zu lassen.
                                  
                                          Links 6 Originale von Casblanca, rechts 6 Plagiate von Rosco International

Im Plagiarius-Museum in Solingen können noch heute Originale und Plagiate besichtigt werden.
Hier noch zwei weitere Beispiele:

           
                                         Plagiat                                                                      Original

            
                                       Plagiat                                                                      Original

Ursprünglich kostete ein Speedy-Eierbecher, 5 bis 8 Euro – heute kann es vorkommen das man über 100 Euro auf den Tisch legen muss, um ein bestimmtes Modell zu bekommen.

Fotos: Casablanca, Diener, Le Fevre                                                  © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 



Exquisites
                                                                                                                                      

Der Maler und Poet Ole Winther kreierte für die 2000 durch Rosenthal erworbene Marke Hutschenreuther eine Reihe von bezauberten Motiven, wie diese Monatseierbecher. Er studierte altes Porzellan auf vielen Kunstausstellungen und entwickelte daraus seinen ureigenen Stil. Seit 1978 findet man seine Motive mit der einzigartigen Dekorsprache auch auf Sammelgeschirr und Weihnachtsartikeln.

                              Januar                   Februar                    März                      April                       Mai                        Juni      

                                Juli                      August                September                Oktober                November             Dezember                                                            

 

Fotos: Diener                                                                                          © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Hutschenreuther", ist gesetzlich geschützt, die Verwendung dient hier nur der genauen Beschreibung der Expo- nate und ihrer Herkunft.
 



Kahla-Kindermotive                                                                             

Hier entsteht eine Bildkollektion der einzigartigen Eierbecher mit Kindermotiven aus dem ehemaligen VEB Feinkeramik in Kahla/Thüringen (heute Kahla Porzellan GmbH). Diese schönen Stücke wurden in großen Mengen, überwiegend für den Export, gefertigt. Die DDR-Volkswirtschaft brauchte dringend Devisen, deshalb gab es viele Produkte die nur für den Export in westliche Staaten produziert wurden. Von den Erlösen wurden z. B. Rohstoffe und Medikamente gekauft. Somit hat auch die VEB Feinkeramik Kahla ihren Beitrag zur Volks-gesundheit geleistet. Schon aus diesem Grunde sind diese Eierbecher ein echtes Stück Zeitgeschichte.

        

       

        

         

        

      

   
VEB Kahla, Originalverpackung

         

         

          

        

          

        

ohne Goldrand

         

           

          

Die Gesamtanzahl der Motive, sowie eine Datierung kann nach unseren derzeitigen Erkenntnissen nicht genau festgelegt werden. Sie liegt zwischen 60 und 70 Versionen.
Festzustellen sind auch viele Farbunterschiede und im Deteil voneinander abweichende Motive. Diese wurden von Zulieferunternehmen in Form von Einbrenn-Schiebebildern bezogen und sind zum Teil auch auf Geschirr anderer Manufakturen zu finden.
 
                                                                              © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseumo Diener
 


DDR-Design dem Vergessen entreißen

Das junge Schweriner Unternehmen Formost will 20 Jahre nach der Wiedervereinigung mit einem Laden und Internetshop ostdeutsches Design samt seiner Macher dem Vergessen entreißen.

Plauener Spitzen vor bunten Plastikbottichen, dazu Hotelgeschirr «Rationell» in trauter Einheit mit Jenaer Glas - das junge Schweriner Unternehmen Formost will 20 Jahre nach der Wiedervereinigung mit einem Laden und Internetshop ostdeutsches Design samt seiner Macher dem Vergessen entreißen. «In der deutschen Designgeschichte klafft ein Geschichtsloch von 50 Jahren», ist Inhaber Matthias Kanter überzeugt. Ein Grund sei die kollektive Formgestaltung zu DDR-Zeiten, die Namen einzelner Designer wie Hedwig Bollhagen (1907-2001), Hubert Petras oder Margarete Jahny in der Anonymität habe verblassen lassen.

Geboren 1968 in der Bauhaus-Stadt Dessau (Sachsen-Anhalt), studierte Kanter Malerei in Dresden. Heute hat der zweifache Familienvater sein Atelier im mecklenburgischen Friedrichshagen nahe dem Künstlerhaus Schloss Plüschow (Nordwestmecklenburg). Ihn treibe keine DDR-Nostalgie um, sagt er. Doch Industrieprodukte von Weltrang, die heute teils noch oder wieder hergestellt würden und vor allem im Ausland gefragt seien, dürften nicht aus deutschen Kunstbüchern verschwinden, meint er. Formost habe sich daher auch die tiefgründige Recherche auf die Fahnen geschrieben. Doch die Idee eines ersten Ost-Design-Museums liegt seit Jahren auf Eis.

Als «Museumsshop ohne Museum» lobt der Berliner Journalist Günter Höhne die Schweriner Initiative. Höhne war von 1984 bis 1989 Chefredakteur der DDR-Fachzeitschrift «form+zweck» des staatlichen Amtes für industrielle Formgestaltung. Der Buchautor und Sammler gilt als Ost-Design-Experte. «Gestaltungsqualitäten, die historisch gewachsen und nicht gestorben sind, werden wiederbelebt», sagt er. Bester Standort für das geplante Museum wäre Wismar. Seit dem Jahr 2000 studieren dort wieder Produktdesigner in Tradition der früheren Fachschule für angewandte Kunst, die 1949 in der Hansestadt als erste DDR-Design-Schule gegründet worden und ab 1953 in Heiligendamm angesiedelt war.

FormOst habe nichts mit «Ostalgie» zu tun, betont auch Höhne. «Das Unternehmen bietet vielmehr Betrieben ein Podium, die tapfer durchgehalten haben.» Viele zeitlos zweckmäßige Produkte seien heute als Ost-Erfindung gar nicht mehr zu erkennen, da in der DDR fast alles ohne Namen des Designers auf den Markt kam. So auch die 1975 von Hubert Petras entworfenen Plastikbottiche. Die Kunststoff- Klassiker werden bis heute im sächsischen Ottendorf-Okrilla bei Dresden gepresst. Inzwischen allerdings mit mehr Farbpigmenten, die in der DDR zu teuer waren. «Doch im Prinzip sind die Bottiche nicht mehr besser zu machen», meint Höhne. Viele ostdeutsche Industrieprodukte seien anders als ihre West-Pendants für den dauerhaften Gebrauch entworfen worden und daher «eher praktisch als modisch orientiert» gewesen.

Bundesweit vermisse er eine fundierte deutsche Design- Geschichtsschreibung, kritisiert Höhne. «Dabei geht es doch um Dinge, die uns täglich berühren und daher prägen - wie die Plastekübel von Petras, Tassen einer Bollhagen oder Eierlöffel von Wilhelm Wagenfeld (1900-1990).» In Mecklenburg-Vorpommern könnte ein «Produktkulturmuseum» als echtes Novum und «Leuchtturm» für deutsches Design entstehen, meint der Experte. Formost-Gründer Kanter will vor allem die unvoreingenommene Jugend für zeitloses DDR-Design begeistern und junge Produkterfinder mit Traditionsherstellern zusammenbringen. «Eine Renaissance der Formgestaltung in Deutschland ist durchaus möglich», sagt er.
                                                                                               
Mitteldeutsche Zeitung, 9.Mai 2010, Grit Büttner

Link:
Lese dazu auch: Bewahren der DDR-Altagskultur aus Plaste

 



Interessante Motive in Becherform
Diese bekannten Eierbecher-Becherformen, auch Buckets genannt, mit schönen Decoren findet man in jeder Sammlung.

          
     V&B, Pasadena             V&B, Alt Amsterdam               TS, Trend, ?                     V&B, Sienna                 V&B, Acapulco

        
   SW, Annabell Rot                TS, Trend Surf               TS, Trend Candy                 V&B, Catalina          V&B, Rote Rosenranke

          
HU, Racine, Camarque   MEF, Jeverland, Fr. Blau            V&B, Intarsia                  MS, Moon blue           MS, Rosa Nelknen   

  Manufakturen: HU = Hutschenreuther  | MEF = Melitta Friesland  MS = Midwinter Stonehenge  |  SW =Seltmann Waiden  |  TS = Thomas  |  V&B = Villeroy & Boch

                                                                                                    © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 



Milka-Kollektion

                    

                

                   


Kollektion 2017

                        
                                                                                                        2014                         2015

            
 2015                         2016                          2016                           2017                          2017

Fotos: Diener, Milka                                                                                © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum

Der Name "Milka" ist ein eingetragenes Warenzeichen der Mondelēz International Inc. (USA) und dient hier nur der genauen Beschreibung der Exponate und ihrer Herkunft.

 



Interessante Motive in Kelchform
Die klassische Form eines Eierbechers ist der Kelch mit Fuß.       

             V&B, Alt Amsterdam    V&B,Burgenl., Fasan grün      AW, Ostfriesland         PA, Avon Scenes reed           HU, Linderhof

              WE, Kutani Crane            FÜ, Schlossgarten       RT, Sanssouci, Cl. Rose RT, Sanssouci w. Moosrose      AB, Blaublüten

               V&B, Louisianna                   NY, Blumen                 MEI, Indisch Grün                 HU, Papillon                AW, China Purpur
       
Manufakturen: AB = Arzberg  |  MEI = Meissen  |  MEF = Melitta Friesland  | NY = Nymphenburg  |  SE = Seltmann Waiden  |  TS = Thomas  |  V&B = Villeroy & Boch  |  AW = August Warnecke  |  PA = Palissy  |   R&C = Raynaud & Co  |  RT = Rosenthal  |  WE = Wedgwood
                                                                                                      © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 



Eierbecher aus Plaste (Kunststoff/Plastik) in der DDR

„Sollten Sie in einigen freien Minuten einmal darüber nachdenken, wie viele Dinge des heutigen täglichen Bedarfs aus Plasten bestehen, dann werden Sie bemerken, wie fest und umfangreich die Plaste von unserem Leben Besitz ergriffen haben. Wie lässt es sich erklären, dass völlig neue Stoffe in solch vielfältigen Anwendungsarten sich in so wenigen Jahren durchgesetzt haben?“ fragt 1966 die DDR-Zeitschrift „Kultur im Heim“ ihre Leser und hat dabei die Antwort im Grunde schon in der Überschrift vorweggenommen: „Plastartikel für den Haushalt sind formschön, zweckmäßig, farbenfroh.“


Eierbecher, Polystyrol, 24 x 8 x 9,5, Sonja Plastik

In der Tat sind die Produkte aus dem „Zauberreich der Chemie“ Mitte der 60er Jahre aus vielen Bereichen des DDR-Alltags kaum noch wegzudenken. Die Chemie gibt uns farbenfrohe, duftige Gewebe, vielerlei formschöne Haushaltsgeräte und eine schillernde Palette bester leuchtender Farben.

                                Eierbecher, Gotthard Keiner,                                                      Tischmenage, Polystyrol, 21 x 9 x 9 cm,
                         Schachtel 22 x 6 x 4,5 cm                                                               VEB MLW Polyplast Halberstadt


Eierbecher, Höhe 45 mm,  Felsch Plasterzeugnisse

                 Eierbecher, Polystyrol, Schachtel  20,5 x 15 x 6,5 cm,                                    "rutschfeste Eierbecher Garnitur",
                     Wiessmann & Co. Halberstadt                                                         modernisierte Verkaufsschachtel.                     


Eierbecher und zahlreiche Dinge der DDR Alltagskultur finden sich heute in musealen Sammlungen wieder. Die Objektdatenbank des Forschungsprojekts „Bewahren der DDR-Alltagskultur aus Plaste“ bildet einen Pool aus über 500 Plasterzeugnissen der Bereiche Haushalt, Camping und Freizeit.


"Der stapelbare Eierbecher mit Untersatz aus Polystyrol",
Länge 12,3 cm, Wiessmann & Co, Halberstadt

                                                                                        

Hier gehts zu den Plaste-Eierbechern der Datenbank


 



Sarah Kay-Kollektion                                                                                                              

Die zeitlose Bildsprache von "Sarah Kay" ist auf Eierbechern verschiedener Hersteller zu sehen. Mutter der wundervollen Kinderbilder ist die australische Künstlerin Vivien Kubbos. Sarah-Kay-Bücher waren in den 1970er und -80er Jahren, besonders bei Mädchen sehr beliebt und wurden, auch in Europa, zu einem geliebten Teil der Kindheit mehrerer Generationen. In den 1880ern kam der unschuldige Charm von Sarah Kay aus der Mode. Doch Sarah Kay ist klassisch und zeitlos, sodass man sich nicht wundern muss, wenn noch weitere Eierbecher mit Motiven von Vivien Kubbos auf den Markt kommen.


 

     

             

                                                                                                      © Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 



267 Jahre Porzellentradition
                                                                                             

Die über 2000 Formen und Dekore der 1748 in Frankreich gergründeten Keramikmanufaktur und ihren vielen Nachfolgeunternehmen mit dem Namen Villeroy & Boch, sind unüber-schaubar. Selbst das heutige Werk in Mettlach im Saarland hat keinen Überblick über die Anzahl, Formen und Dekore der unter ihrem Namen hergestellten Eierbecher. An dieser Stelle sammeln wir einige schönen Stücke die geheimnisvolle Namen wie Balmoral, Amado, Nanking, Lanztte oder Leonardo tragen.      

          
        Petite Fleur                        Louisianna                        Geranium              (Heinrich), Villa Magica              Botanica

         
           Val Bleu                        Alt Amsterdam                         Naif                                  Delia                             Tulipe


Dekor Valeria, rot

         
        Alt Straßburg                    Alt Straßburg                    Alt Straßburg                    Bauernblume                  Bauernblume        

        
            Vienna                               Delte                              Fiori Weiß                         Amapola                      Phönix Blau


Dekor Mon Jardin

        
                   ?                             Ma Pomme                       Rusticana                       Portobello                          Jamaica

         
           Fasan blau                     Fasan grün                    Alt Luxemburg                 Burgenland Rot              Burgenland Blau

     
   Acapulco                           Catalina                       Alt Amsterdam

       
                 Rote Rosenranke                   Pasadena                          Intarsia                               Sienna     

                                                                                                                     
© Nico Diener, Deutsches Eierbechermuseum
 



Grundformen
Bei Eierbecher unterscheidet man zwischen sieben Grundformen.


                   
    Kelchform                     Kegelstumpf                   Ringform                    Duble Egg Cup
 
      
                       Tellerform                               Figuren/Objekte                            Becherform                     
 


 

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aktualisiert 05/15